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Institut für Baubetriebslehre
Leistungsbeschreibung mit Leistungsprogramm
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Wenn es nach Abwägen aller Umstände zweckmäßig ist, zusammen mit der Bauausführung auch den Entwurf dem Wettbewerb zu unterstellen, um die technisch, wirtschaftlich und gestalterisch beste sowie funktionsgerechte Lösung der Bauaufgabe zu ermitteln, kann die Leistung durch ein Leistungsprogramm dargestellt werden. Diese Art der Leistungsbeschreibung wird oft als funktionale Leistungsbeschreibung bezeichnet, da bei ihr nicht die vorgegebene Konstruktion des Bauwerks zum Gegenstand der Ausschreibung gemacht wird, sondern die Funktion, die das Bauwerk erfüllen soll.

Das Leistungsprogramm umfasst eine Beschreibung der Bauaufgabe, aus der die Bewerber alle für die Entwurfsbearbeitung und ihr Angebot maßgebenden Bedingungen und Umstände erkennen können und in der sowohl der Zweck der fertigen Leistung als auch die an sie gestellten technischen, wirtschaftlichen, gestalterischen und funktionsbedingten Anforderungen angegeben sind. Gegebenenfalls ist ein Musterleistungsverzeichnis ohne Mengenangaben beizufügen.

Das Angebot des Bieters soll den Entwurf mit eingehender Erläuterung, eine Darstellung der Bauausführung sowie eine eingehende und zweckmäßig gegliederte Beschreibung der Leistung mit Mengen- und Preisangaben umfassen.

Der Bieter hat bei der von ihm angebotenen Ausführung zahlreiche Nachweise zu führen, aus denen die Erfüllung der Forderungen des Auftraggebers einwandfrei zu ersehen ist.

Die Leistungsbeschreibung mit Leistungsprogramm erfordert einen großen Bearbeitungsaufwand, bei großen Bauobjekten oft 50.000 € und mehr, so dass hierfür nur wenige Bieter in Frage kommen. Ein ähnlich großer Aufwand entsteht auch bei der Angebotsbewertung, da Preis und angebotene Leistung bewertet werden müssen.


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