Forschungsprojekt


Auslöser - Forschungsidee:

Zum in Deutschland noch recht jungen Thema PPP wurden bereits zahlreiche Forschungsprojekte mit unterschiedlichen Forschungszielen bearbeitet. Die tägliche Praxis bei der Bearbeitung von PPP-Angeboten, stellten die anbietenden Unternehmen immer wieder vor die gleichen Probleme, nämlich der fehlenden übergeordneten Kalkulations- und Begriffsstrukturen für PPP-Angebote. Um die Arbeit der anbietenden Unternehmen zu vereinfachen und der öffentlichen Hand eine bessere Vergleichbarkeit der Angebote zu ermöglichen, war die Schaffung eines strukturierten PPP-Gesamtkostenverfahrens mit einheitlichen Begriffsdefinitionen und nachvollziehbaren Kalkulationsstrukturen dringend erforderlich. Diese Problematik wurde bei der BAM Deutschland AG - Abteilung Investorenprojekte frühzeitig erkannt und der Anstoß für das gemeinsame Forschungsprojekt gegeben. Somit konnte dieses Forschungsvorhaben mit dem Leiter Investorenprojekte der BAM Deutschland AG, Herrn Dr.-Ing. Markus Koch, zusammen mit dem Institut für Baubetriebslehre der Universität Stuttgart und dem Institut für wirtschaftliches und technisches Immobilienmanagement - IWTI GmbH zur Förderung bei der Forschungsinitiative ZukunftBau des BBR eingereicht und nach Förderzusage erfolgreich bearbeitet werden.

Ziel Forschungsprojekt:

Das Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines Kalkulationsstandards für PPP-Gesamtkostenkalkulationen, in dem die Ermittlung und Darstellung der einzelnen Kostenbestandteile für die PPP-Leistungsbereiche Planung, Bauerrichtung, Betrieb und Finanzierung in ihrer gegenseitigen Abhängigkeit transparent integriert werden.

Für Anbieter von PPP-Leistungen bedeutet ein solches Verfahren eine Hilfestellung die einzelnen Kostenbestandteile der jeweiligen Leistungsbereiche (Planen, Bauen, Betreiben und Finanzieren) weitgehend vollständig und strukturiert zu erfassen und nachvollziehbar darzustellen. Darüber hinaus können die bestehenden Abhängigkeiten zwischen den Leistungsbereichen einheitlich erfasst, bewertet und dargestellt werden. Etwaige anzusetzende Zuschläge und Umlagen für allgemeine Geschäftskosten, Wagnis und Gewinn werden nachvollziehbar ausgewiesen um somit die Grundlage zu schaffen, bei Änderungen oder Optimierungen eines Leistungsbereiches die Auswirkungen auf die anderen Bereiche klar darstellen zu können.
Für die öffentliche Hand, als Empfänger einer solchen Standardkalkulation im Zuge eines Vergabeverfahrens, wird sich der Vorteil einer guten und soliden Vergleichbarkeit der einzelnen Bieter, sowie eine verbesserte Nachvollziehbarkeit der einzelnen Kostenbestandteile für die Prüfung und Wertung der einzelnen Angebote und möglichen späteren Leistungsänderungen ergeben. Das zu entwickelnde Standardkalkulationsverfahrens hat zum Ziel an bereits bestehenden Kostengliederungen anzudocken.

Bei dem Forschungsprojekt handelt es sich um die konsequente Fortführung und Weiterentwicklung der bisher bereits erarbeiteten Erkenntnisse im PPP-Bereich. Die Umsetzung der Forschungsziele erfolgt in einem mehrstufigen Bearbeitungskonzept. In einer ersten Stufe werden die Grundlagen und Anforderungen an ein PPP-Standard-Kalkulationsverfahren erarbeitet, um in der nächsten Stufe das Modell der Gesamtkostenkalkulation von PPP-Projekten zu entwickeln.

Forschungseinrichtungen:

  • Institut für Baubetriebslehre, Universität Stuttgart
  • Institut für wirtschaftliches und technisches Immobilienmanagement - IWTI GmbH, Stuttgart

Beteiligte Projektpartner:

  • BAM Deutschland AG - Abteilung Investorenprojekte, Stuttgart
  • Bilfinger Berger Project Investments GmbH, Wiesbaden
  • Fränkel AG, Friedrichshafen
  • Lehrstuhl für ABWL, speziell Baubetriebslehre, TU Bergakademie Freiberg
  • PSPC GmbH, Berlin

Expertenbeirat:

  • Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung - BBR
  • Hauptverband der Deutschen Bauindustrie
  • Hochtief PPP Solutions GmbH
  • KP³BW - PPP Kompetenzzentrum
  • PPP-Taskforce Bund
  • PPP-Taskforce Baden-Württemberg
  • Zentralverband Deutsches Baugewerbe

Projektlaufzeit:

Dezember 2008 bis Mai 2009

Fördernde Stelle:

Das Forschungsprojekt wurde mit Mitteln der Forschungsinitiative Zukunft Bau des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung gefördert. (Aktenzeichen: Z6 - 10.08.18.7-07.369/II 2 - F20-07-027). Die Verantwortung für den Inhalt des Berichts liegt beim Autor.