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Kongresshalle, Leipzig

Von Nell Arnold, Julia Bosch, Laila Buzzoni, Xenia Klenn

Anschließend an die Riesentropenhalle besichtigten wir eine weitere sich neben dem Zoo befindliche Baumaßnahme - die Kongresshalle.

Die ursprünglich im Jugendstil und Art Déco erbaute Kongresshalle wurde von dem Leipziger Architekten Heinrich Rust entworfen. Mit seiner Längsausdehnung von 77 Metern stellt das Haus eine städtebauliche Dominante dar. Neben der Kongressnutzung wurde die Halle auch als Feierhaus und Gaststätte mit Bier­gärten genutzt. Ein Sonderpostamt war ebenfalls darin untergebracht. Der Tanzboden im Großen Saal war einer der größten so genannten „schwingenden Tanzböden” Europas, die durch einen mehrlagigen, mit Hohlräumen ausgestatteten Aufbau ein „weicheres Tanzen” ermöglichten.

Im Laufe der Zeit fanden dort viele Umnutzungen statt, beispielsweise wurde die Musikspielstätte ab 1946 zur Mehrzweckhalle oder der Große Saal zum Varieté-Theater umfunktioniert.

Seit den 1980er Jahren stand die Kongresshalle leer und mehrere Sanierungsversuche scheiterten am Finanziellen, bis im Jahr 2008 im Rahmen des Konjunkturprogramms II die Finanzierung für den ersten Bauabschnitt gesichert werden konnte.

Zur Sanierung der Kongresshalle wurde ebenfalls ein Wettbewerb von 50 Bewerbern zum denkmalgerechten Umbau durchgeführt, den die HPP Architekten aus Düsseldorf gewannen.

Im Rahmen der Restaurierung werden mehrere historische Räume erhalten bleiben, wie beispielsweise der Bachsaal, der Goethesaal oder der Weiße Saal. Zusätzlich dazu entstehen auch neue Veranstaltungssäle, wie der neue Palmensaal, das zweite Parkhaus und ergänzende Bauten zum Kongresshaus, so dass die Kongresshalle künftig bis zu 3000 Menschen Platz bieten soll.

Aufgrund der Brandschutzauflagen für Versammlungsstätten wird ein weiteres Treppenhaus errichtet, in dem die alten Geländer teilweise wieder verwendet werden. So sollen künftig originale wiederhergestellte Teile zusammen mit modernen Elementen ein passendes Gesamtbild ergeben.

Der Zoo Leipzig wird Räume als Ausstellungsflächen und Touristeninformation nutzen. Außerdem sollen dort wieder Theateraufführungen stattfinden.